Sicherheit und Gesundheit für die Arbeits- und Bildungswelt von heute und morgen. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hat Ende letzten Jahres ein aktualisiertes Positionspapier zur Prävention verabschiedet. Es beschreibt in zehn Punkten die wichtigsten Beiträge der gesetzlichen Unfallversicherung, um Sicherheit und Gesundheit in einer sich wandelnden Arbeits- und Bildungswelt zu gewährleisten.

 

Das Bild zeigt junge Schulkinder, die sich mit Laptops beschäftigen.

Prävention fängt bei den Kleinsten an. Darum sollen  bereits bei Kindern und Jugendlichen die Kompetenzen für Sicherheit und Gesundheit gefördert werden. Dazu gehört auch ein gesundheitsgerechter Umgang mit digitalen Medien.

In den letzten beiden Jahrzehnten ist die Zahl tödlicher und schwerer Arbeits­, Schul­ und Wegeunfälle um etwa zwei Drittel zurückgegangen. Allerdings sanken die Zahlen in den letzten Jahren nur noch langsam. So gut diese Entwicklung insgesamt ist und zeigt, dass viel erreicht worden ist, bedeutet sie auch: Es gibt weiterhin schwere Unfälle mit lebenslangen Beeinträchtigungen für die Betroffenen oder tödlichem Ausgang. Zudem bestätigt sich bei vielen Versicherten der Verdacht auf eine Berufskrankheit. Fehlzeiten durch Erkrankungen, bei denen arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren eine Rolle spielen, bleiben auf einem hohen Niveau. Dazu kommt der Wandel in der Arbeits-und Bildungswelt mit neuen Chancen und Risiken. Digitalisierung und technische Innovationen führen zu neuen Formen der Arbeit, wie Flexibilisierung von Beschäftigungsformen, Arbeitsorten und Arbeitszeitmodellen. Was bedeutet das für die Präventionsarbeit der gesetzlichen Unfallversicherung? „Die Prävention muss sich den neuen Herausforderungen stellen. Die Vision Zero – eine Welt ohne Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Erkrankungen – ist und bleibt unser Ziel.“ bekräftigt Prof. Dr. Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV.

Dafür wurde gemeinsam mit den Unfallversicherungsträgern die 2008 verabschiedete Position zur Prävention überprüft und weiterentwickelt. Ein zentrales Anliegen ist es, für eine Kultur der Prävention in Betrieben und Bildungseinrichtungen zu werben. Gleichzeitig bekräftigt das Papier die Notwendigkeit von partnerschaftlicher Beratung und Überwachung. „Wir nehmen unseren Auftrag ernst, die Einhaltung von Präventionsmaßnahmen auch zu überprüfen.“ betont Breuer. Um eine Kultur der Prävention zu etablieren, müssen Sicherheit und Gesundheit immer mitgedacht werden. „Sicherheit und Gesundheit sind keine Randthemen. Sie gehören mitten hinein ins Leben und in alle Arbeitsprozesse. Unsere Kampagne kommmitmensch setzt genau da an“, resümiert Breuer. Kultur muss sich entwickeln. Deshalb ist ein weiterer Punkt, Kompetenzen für Sicherheit und Gesundheit schon früh zu fördern – bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dazu gehören zum Beispiel Kompetenzen zum gesundheitsgerechten Umgang mit digitalen Medien oder zur Ergonomie.

Position der gesetzlichen Unfallversicherung zur Prävention (Kurz- und Langfassung):

Web: www.dguv.de (Webcode: d1181892)

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STICHWORT

Vision Zero

Die Vision Zero ist die Vision einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen. Höchste Priorität hat dabei die Vermeidung tödlicher und schwerer Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten. Eine umfassende Präventionskultur hat die Vision Zero zum Ziel.

Web: www.dguv.de (Webcode: d1036651)

Webseite der Kampagne: www.visionzero.global