Liebe Leserinnen und Leser,

seit über 125 Jahren stehen die deutschen Sozialversicherungszweige für soziale Sicherheit. Ein Erfolgsfaktor für die Stabilität, Kontinuität aber auch Flexibilität des Systems ist die Struktur der Selbstverwaltung. Durch sie können die Betroffenen, das sind die Versicherten  Arbeitgeber, die Geschicke der Sozialversicherung aktiv mitbestimmen. So kann das System den gesellschaftlichen Veränderungen und den Bedürfnissen der Menschen angepasst werden.
In den Selbstverwaltungen machen sich die gewählten Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitgebern und Versicherten für die soziale Sicherung des Landes stark. Sie übernehmen Verantwortung – und das ehrenamtlich. Gewählt werden bei den Sozialwahlen im Mai die Selbstverwaltungen der Kranken-, Renten- und der gesetzlichen Unfallversicherung. Für alle gilt: Die paritätisch besetzte Selbstverwaltung handelt unabhängig vom Staat – nah an den Menschen und den Gegebenheiten vor Ort.
So setzen beispielsweise die Sozialpartner in der gesetzlichen Unfallversicherung Unfallverhütungsvorschriften fest, bestimmen die Gefahrentarife sowie die Höhe der Beiträge, besetzen Widerspruchsstellen, stoßen Reformvorhaben an, entscheiden über Präventionsziele und vieles mehr. Überall bei diesen Themen reden und entscheiden die Betroffenen mit. So wird verhindert, dass Entscheidungen fernab der Basis getroffen werden.

Ihr

Dr. Joachim Breuer

Hauptgeschäftsführer der DGUV