Die Sozialversicherungssysteme spielen eine wichtige Rolle bei der Eindämmung und Bekämpfung der COVID-19-Krise. Vor diesem Hintergrund führte die European Social Insurance Platform (ESIP) eine Umfrage unter ihren Mitgliedern durch, um zu erfahren welche Maßnahmen für die soziale Sicherheit jeweils umgesetzt wurden.

Die Coronapandemie stellt alle europäischen Länder vor große Herausforderungen. Der Umgang mit dem Ausbruch der Pandemie und die daraus folgenden Maßnahmen im Bereich der sozialen Sicherheit sind sehr unterschiedlich. Im Fokus der Befragung standen die auf nationaler Ebene, aber auch in grenzüberschreitenden Situationen ergriffenen Maßnahmen. Welche Prioritäten setzen die Länder? Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo große Unterschiede? Die Zusammenstellung zeigt, dass unter anderem die Situation von entsandten Beschäftigten beziehungsweise Beschäftigten, die grenzüberschreitend tätig sind, eine hohe Priorität hat. Diese Personen waren bzw. sind besonders von den Grenzschließungen betroffen. Auch die Erreichbarkeit von Behörden sowie der vereinfachte und damit schnellere Zugang zu Leistungen finden sich in vielen Maßnahmen wieder. Den Menschen und Unternehmen soll in der Krise möglichst schnell geholfen werden, um wirtschaftliche Folgen abzufedern. In dem Zuge gibt es auch Erleichterungen bei Zahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen. Die Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine weitere Maßnahme, zum Beispiel in Form von finanzieller Unterstützung oder zusätzlichen arbeitsfreien Tagen. Die Übersicht wird laufend aktualisiert. Die ESIP vereint als strategische Plattform über 50 nationale Organisationen der sozialen Sicherheit. Sie deckt verschiedene Zweige der Sozialversicherung ab, darunter Gesundheit, Renten, Familie und soziale Eingliederung, Behinderung und Rehabilitation sowie Arbeitslosigkeit. Der Verband wurde 1996 gegründet.

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