Ab dem 1. Januar 2017 hat die Unfallversicherung Bund und Bahn (UVB) ein neues Aufgabengebiet: In einem vierjährigen Modellprojekt übernimmt die UVB wesentliche Aufgaben der Dienstunfallfürsorge für Beamte und Richter in Teilen der Bundesverwaltung – genauer gesagt beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), beim Bundessozialgericht, beim Bundesarbeitsgericht, bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), beim Bundesversicherungsamt (BVA) sowie bei der Bundesagentur für Arbeit.

„Ich freue mich sehr, dass wir als Unfallversicherungsträger eine solche Aufgabe übernehmen dürfen“, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung der UVB, Bernhard Schneider. Vorrangiges Ziel sei es, die bewährten Strukturen und Instrumente der gesetzlichen Unfallversicherung sowie die Erfahrung und die Spezialisierung der UVB bei der Bereitstellung unfallmedizinischer Behandlung für die Durchführung der Dienstunfallfürsorge nutzbar zu machen. Schneider: „Ich bin mir sicher, dass dieses Projekt über diese vier Jahre hinaus eine Zukunft hat und auch als Beispiel für andere Träger dienen kann.“

Im Rahmen des Modellprojekts entscheidet die UVB über die Anerkennung der Dienstunfälle, die Übernahme der Heilverfahrenskosten, den Ersatz von Sachschäden einschließlich des Regresses sowie über etwaige Widersprüche. Lediglich die unfallbedingte Versetzung in den Ruhestand sowie die Festsetzung der Hinterbliebenenversorgung nach tödlichen Dienstunfällen verbleiben bei den Dienstherren.

Bei der Durchführung des Heilverfahrens berät und betreut die UVB die Betroffenen bis hin zur kompletten Übernahme der Überwachung und Steuerung des Heilverfahrens. „Jeder Verunfallte entscheidet selbst, ob er unser Beratungs- und Betreuungsangebot annehmen möchte. Dabei informieren wir die Betroffenen natürlich auch schon vorab, damit bei Bedarf alles reibungslos verläuft“, so Schneider.

Web: www.uv-bund-bahn.de/dienstunfall