Trotz mehr geleisteter Arbeitsstunden ist es 2015 in Deutschland zu weniger Arbeitsunfällen gekommen. Dies geht aus den Geschäfts- und Rechnungsergebnissen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die die DGUV nun vorgelegt hat. So wurden 1,5 Prozent mehr Arbeitsstunden geleistet als 2014, während die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle um 3.761 auf 866.056 sank. „Vor zwanzig Jahren geschahen je Arbeitsstunde noch etwa doppelt so viele Unfälle wie heute. Dieser konstante Rückgang ist bemerkenswert“, sagt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV. 470 Menschen starben 2015 infolge eines Arbeitsunfalls, 13 weniger als im Vorjahr. Bei den meldepflichtigen Wegeunfällen gab es hingegen einen Anstieg um 2,84 Prozent auf 179.181. Davon endeten 348 tödlich. Das sind 26 mehr als 2014.

Infografik Meldepflichtige Arbeitsunfälle

Insgesamt zahlten die Arbeitgeber in der gewerblichen Wirtschaft rund 10,8 Mrd. Euro an Beiträgen an die Berufsgenossenschaften, die öffentliche Hand rund 1,5 Mrd. Euro an die Unfallkassen. Zugleich ist der durchschnittliche Beitragssatz zu den Berufsgenossenschaften nochmals um zwei Prozent auf 1,19 Prozent gesunken. Gründe hierfür sind die weiterhin hohe Beschäftigung und die anhaltend rückläufige Entwicklung der Unfallzahlen.