Im Mittelpunkt steht vor allem die Unterstützung von Klein- und Kleinstunternehmen

Die Europäische Kommission hat am 10. Januar eine neue Initiative zur Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer gestartet. Die Initiative baut auf den derzeitigen Regelungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in der EU auf. Im Mittelpunkt stehen drei Ziele: erstens die Unterstützung von Unternehmen – insbesondere von Klein- und Kleinstunternehmen – bei der Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften, zweitens die Modernisierung rechtlicher Vorschriften zur besseren praktischen Umsetzung sowie drittens die Verbesserung des Schutzes der Arbeitnehmer vor arbeitsbedingten Krebserkrankungen. Um letzteres zu erreichen, beabsichtigt die Kommission die Arbeitsplatzgrenzwerte oder andere Maßnahmen für weitere sieben krebserregende chemische Stoffe festzulegen. Zur Unterstützung der Klein- und Kleinstunternehmen wurde bereits ein Leitfaden mit praktischen Tipps zur Risikobewertung veröffentlicht. Darüber hinaus soll sich die Verfügbarkeit kostenloser Online-Tools zur Durchführung von Risikobewertungen verbessern. Veraltete Vorschriften sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre gestrichen oder aktualisiert werden. Bei der Initiative beruft sich die EU-Kommission auf das REFIT-Programm und den aktuellen Prozess zur Errichtung einer europäischen Säule sozialer Rechte.