Das Bild zeigt Dr. Joachim Breuer, den Hauptgeschäftsführer der DGUV.


Liebe Leserinnen und Leser,

wir rennen immer schneller um auf der Stelle zu bleiben. Dieser Satz mag nur eine Theorie sein. Aber Fakt ist, dass sich die Gesellschaft in beschleunigten Schritten verändert. Der technologische Fortschritt, allen voran die Digitalisierung, krempelt unsere Arbeitswelt um. Neue Beschäftigungsformen entstehen. Neue Organisationsstrukturen entstehen. Neue Kompetenzen werden gebraucht. Dieser Umbruch schafft Chancen und Risiken in gleichen Maßen. Während die Generation der digital natives sich dadurch mehr Gestaltungsfreiheiten erhofft, beobachten viele ältere Beschäftigte diesen Wandel mit Sorgenfalten. Die Halbwertszeit ihrer langjährigen Berufserfahrung wird knapper. Sie haben das Gefühl von der Digitalisierung überrollt zu werden.
Gerade in diesen Umbruchszeiten stehen die Sozialversicherungen mehr denn je in der Verantwortung ihren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen und den Menschen das Grundbedürfnis nach Sicherheit zu gewährleisten. Wenn atypische und selbstständige Erwerbsarbeit weiter zunimmt, wie können wir als Unfallversicherung dafür sorgen, dass auch diese Beschäftigungsformen sicher und gesund sind? Diese Frage betrifft Deutschland nicht allein. Daher ist es zu begrüßen, dass die EU den Austausch zwischen den Mitgliedsländern weiter fördert. Aber nur auf Antworten zu warten reicht nicht. Wir alle als Teil des Sozialversicherungssystems sind gefordert einen aktiven Beitrag in der Debatte zu leisten.


Ihr
Dr. Joachim Breuer
Hauptgeschäftsführer der DGUV