Das Bild zeigt Dr. Stefan Hussy, den Hauptgeschäftsführer der DGUV

 

Liebe Leserinnen und Leser,

lange wurde gerungen, nun wird der Beschluss umgesetzt: Großbritannien hat am 31. Januar die EU verlassen. Doch auch 2020 wird uns der Brexit weiterhin beschäftigen. Ab Februar beginnt die elfmonatige Übergangsphase. Dieses Zeitfenster steht den Beteiligten zur Verfügung, um ein Abkommen über die künftigen Beziehungen auszuhandeln.
Für den Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung wird sich in den kommenden Monaten nicht viel ändern. Der Status quo bleibt zunächst erhalten. Doch wie werden die Weichen ab 2021 gestellt? Die Verhandlungszeit ist äußerst knapp bemessen. Das Themenspektrum reicht von sicherheitspolitischen Fragen über Handelsvereinbarungen bis hin zur Ausgestaltung der künftigen sozialversicherungsrechtlichen Beziehungen. Der Ausgang der Gespräche ist offen. Fest steht: Unternehmen wie Beschäftigte – sowohl in Deutschland als auch im Vereinigten Königreich – benötigen auch künftig verlässliche Regelungen. Der Versicherungsschutz und die Leistungen im Falle einer medizinischen Versorgung müssen bei einer Entsendung von Beschäftigten klar geregelt sein.
Mit der Roadmap eines sozialen Europas öffnen die EU-Mitgliedstaaten untereinander ihre Türen wieder ein Stück weiter. London hat diese Gemeinschaft verlassen. Die Auswirkungen für beide Seiten sind derzeit nicht bis ins Detail absehbar.
Wichtig bleibt eine verlässliche Partnerschaft mit Großbritannien, auch im Bereich der Sozialversicherung.

Ihr

Dr. Stefan Hussy
Hauptgeschäftsführer der DGUV