Kurz vor dem vermutlichen Austritt des Vereinten Königreichs (UK) aus der Europäischen Union zeichnet sich noch keine Einigung zwischen Brüssel und London ab. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem ungeregelten Auszug (No-Brexit-Deal) kommt, ist hoch. Vor diesem Hintergrund haben Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Informationen für betroffene Unternehmen und Beschäftigte zusammengestellt.

Am 15.Januar 2019 verweigerte das britische Parlament seiner Regierungschefin Theresa May die Zustimmung (meaningful vote). Mit der deutlichen Ablehnung des ausgehandelten Brexit-Abkommens stehen wieder alle Optionen zur Diskussion. Die ungewisse Zukunft der Beziehungen des Vereinigten Königreichs und der Europäischen Union führt bei deutschen und britischen Unternehmen und deren Beschäftigten zu einer wachsenden Unsicherheit. Was müssen sie beachten, wenn sie nach dem Austrittsdatum im jeweils anderen Land beruflich aktiv sind?
Für ihre Versicherten, sowohl für Arbeitgeber als auch für Beschäftigte, haben Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Informationen zu möglichen Folgen des Brexit auf ihrer Webseite zusammengestellt. Sie informiert zu den Bereichen Versicherungsschutz, Beitragspflicht und Entschädigung. Dabei ist zu beachten, von wo aus die Arbeitskräfte jeweils entsendet wurden. Die Betroffenen finden Empfehlungen und konkrete Anlaufstellen, sowohl in Deutschland, als auch im UK.
Auch die Bundesregierung trifft Vorkehrungen für den Fall eines ungeregelten Brexits. Sie bereitet ein Gesetz zu Übergangsregelungen im Bereich Arbeit, Bildung, Gesundheit, Soziales und Staatsangehörigkeit (BrexitSozSichÜG) vor, um über den EUAustritt hinaus zumindest kurzfristig den Versicherungsstatus Betroffener aufrechterhalten zu können.

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