In Deutschland wird allen gesetzlich Krankenversicherten ab 35 Jahre eine Untersuchung zur Hautkrebs-Früherkennung angeboten.

Die Zahl der Hautkrebsbehandlungen im Krankenhaus ist zwischen 2010 und 2015 um 17,1 Prozent gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2015 insgesamt 100 400 Patientinnen und Patienten mit dieser Erkrankung stationär versorgt. Einer der Gründe für diese Entwicklung: das Klima und der Klimawandel. Sie werden die Gesundheit von Menschen zukünftig maßgeblich beeinflussen – so die Einschätzung des UV-Schutz-Bündnisses, einem vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) initiiertem Gremium von Expertinnen und Experten. Hitzebelastungen werden zunehmen und Fachleute rechnen mit einem steigenden Hautkrebsrisiko, denn: An häufigeren sonnenreichen Tagen werden sich die Menschen vermehrt im Freien aufhalten. Dabei kann intensive Sonne an vielen Orten des Alltags auftreten, wie beispielsweise am Arbeitsplatz, auf dem Schulhof, dem Kita-Außengelände, im Park oder auf dem Fußballplatz. Das UV-Schutz-Bündnis fordert darum die deutschlandweite Etablierung verhältnispräventiver Maßnahmen: „Das Lebens- und Arbeitsumfeld der Menschen sollte so gestaltet sein, dass alle, die sich im Freien aufhalten, starker UV-Strahlung ausweichen können so Dr. Cornelia Baldermann, Koordinatorin des UV-Schutz-Bündnisses. Dazu gehören zum Beispiel bauliche Maßnahmen zur Beschattung oder die Begrünung von Städten. Die DGUV beteiligt sich gemeinsam mit 19 weiteren Institutionen am Schutz-Bündnis. Ziel ist es, Maßnahmen zu etablieren, die dazu beitragen, langfristig die Zahl der Neuerkrankungen an Hautkrebs und anderen Gesundheitsschäden durch UV-Strahlung zu reduzieren.

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