Das Bild zeigt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV

 

Liebe Leserinnen und Leser,

bewölkte Sommertage schützen die Menschen vor UV-Strahlen – jahrzehntelang haben Mythen wie diese verhindert, dass sich Menschen Sorgen um ihre Haut machten. Der Leichtsinn im Umgang mit dem größten Sinnesorgan des Menschen ist bis heute noch weit verbreitet. Und zwar nicht nur in der Freizeit, sondern auch während der Arbeit. Die verheerenden Folgen tauchen allerdings oft erst 20 bis 30 Jahre später auf. Das zeigen jedes Jahr die Neuerkrankungen vieler Menschen an hellem Hautkrebs. Leider spiegeln das auch die aktuellen Jahreszahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen für 2017 wider: Knapp 4.000 Fälle von arbeitsbedingtem hellem Hautkrebs wurden festgestellt. Durch besseren UV-Schutz hätten diese vermieden werden können.

Dank des Forschungsprojekts GENESIS-UV des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV wissen wir heute, wie hoch die Belastung mit ultravioletter Strahlung in einzelnen Branchen und Berufen teilweise ausfällt. Ein Bauarbeiter ist beispielsweise durchschnittlich der 100-fachen Dosis an UV-Strahlung im Laufe eines Jahres ausgesetzt, die es braucht, um einen Sonnenbrand auszulösen. Forschungsergebnisse wie diese tragen eine wichtige Botschaft in die Gesellschaft hinein und helfen dabei, mit alten Mythen aufzuräumen: Sonnengebräunte Haut als Wohlstandssymbol und Schönheitsideal ist überholt. Hautschutz ist wichtig – bei der Arbeit und in der Freizeit!

Ihr Dr. Joachim Breuer

Hauptgeschäftsführer der DGUV