Arbeitsbedingter heller Hautkrebs nimmt zu

Im Juli hat die DGUV die Jahreszahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen für 2017 vorgelegt. Gestiegen sind die Fälle von arbeitsbedingtem hellem Hautkrebs. Hauptrisikofaktor ist ein Übermaß an UV-Strahlung. Der positive Arbeitsunfall-Trend aus 2016 setzte sich dagegen fort: Das Unfallrisiko bei der Arbeit und in Bildungseinrichtungen ging erneut zurück. Einen historischen Tiefstand erreichte der Durchschnittsbeitrag der Betriebe zu den Berufsgenossenschaften – trotz gestiegener Aufwendungen.

Das Bild zeigt einen beschäftigten im Tagebau in vor Sonne schützender Arbeitskleidung beim Eincremen.
Arbeit im Freien: Lange Kleidung, Kopfbedeckung mit Nackenschutz und Sonnencreme können vor berufsbedingten Hauterkrankungen schützen.

Dank der positiven konjunkturellen Entwicklung haben die leicht gestiegenen Aufwendungen der gesetzlichen Unfallversicherung für Prävention, Rehabilitation, finanzielle Entschädigung und Verwaltung in Höhe von rund 13,2 Milliarden Euro – rund 2,2 Prozent mehr als in 2016 – die Unternehmen nicht stärker belastet. Im Gegenteil: Der Durchschnittsbeitrag, den Unternehmen 2017 bei den Berufsgenossenschaften entrichten mussten, sank von 1,18 Euro auf 1,16 Euro je 100 Euro Lohnsumme.

Rückläufig sind auch die Zahlen beim Unfallrisiko: Relativ gesehen ereigneten sich 2017 weniger meldepflichtige Arbeitsunfälle als jemals zuvor. Die Zahl sank von 21,89 auf 21,16 je 1.000 Vollarbeitende. Im Gesundheitswesen, öffentlichen Dienst und in der Verwaltung lag das Unfallrisiko unter dem Durchschnitt – im Bau- und Verkehrssektor deutlich darüber. „Diese Entwicklung zeigt: Verbesserungen sind möglich“, betont Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV. Er plädiert dafür, das Querschnittsthema Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit noch stärker in den Betrieben zu verankern. „Mit der Kampagne kommmitmensch machen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen den Betrieben ein Angebot, das ihnen dabei hilft.“

Die Zahl der Fälle von arbeitsbedingtem hellem Hautkrebs ist auch 2017 angestiegen. Im vergangenen Jahr haben die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung bei 3.887 Versicherten diese Berufskrankheit festgestellt. Neben dem Baugewerbe sind während der Arbeit auch andere Branchen wie Handwerk, Gartenbau, Schifffahrt oder Forstwirtschaft der Sonne besonders ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, dass Arbeitgeber ihre Beschäftigten für das erhöhte Hautkrebsrisiko bei der Arbeit im Freien sensibilisieren.


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