Der demographische Wandel gehört zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen. Mit zunehmend älteren Belegschaften und einer steigenden Arbeitsverdichtung nehmen auch die chronischen körperlichen und mentalen Gesundheitsprobleme zu. Prävention, Rehabilitation und Wiedereingliederung rücken in den Fokus, auch auf europäischer Ebene.

Der Ausschuss „Beschäftigung und soziale Angelegenheiten“ des Europäischen Parlaments hat einen Initiativbericht zu den Möglichkeiten der Wiedereingliederung von Beschäftigten in hochwertige Beschäftigung nach einer Verletzung oder Erkrankung erarbeitet. Im Kern geht es um Aktivitäten zur Vorbeugung und Frühintervention, zur Rückkehr ins Erwerbsleben sowie um einen Kulturwandel bei der Wiedereingliederung von Beschäftigten. Der Bericht wurde vom Ausschuss am 28. Mai 2018 einstimmig angenommen. Das Europäische Parlament wird sich voraussichtlich im September 2018 mit dem Entwurf befassen.
Auch die gesetzliche Unfallversicherung beschäftigt sich umfassend mit diesem Thema. Federführend begleitete die DGUV die 2017 veröffentlichte Studie der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) „Return on Work Reintegration“ und lieferte damit belastbare Zahlen, die für eine betriebliche Rehabilitation sprechen. Nicht zuletzt fördern Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Unternehmen bei der Umsetzung von Betrieblichem Eingliederungsmanagement. Unter anderem verleihen sie Preise für Good-Practice-Beispiele im Bereich der Wiedereingliederung von Beschäftigten.
Im Dezember 2017 hatte sich die DGUV über die Deutsche Sozialversicherung (DSV) an einer Stellungnahme der European Social Insurance Platform (ESIP) beteiligt, die ebenfalls die Bedeutung von Strategien zur Wiedereingliederung hervorhebt.

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