Bis zum 19. Mai konnten sich die EU-Mitgliedsstaaten sowie alle Interessierten an der Konsultation zum vorgelegten Weißbuch Künstliche Intelligenz (KI) der EU-Kommission beteiligen. Zusammen mit den Spitzenverbänden der Deutschen Sozialversicherung Europavertretung (DSV) nimmt auch die DGUV Stellung.

Im Februar hat die EU-Kommission politische und rechtliche Optionen für die Entwicklung von KI in den EU-Mitgliedstaaten vorgestellt. Mit dem Weißbuch zur KI legt sie einen Vorschlag vor, der auf Exzellenz und Vertrauen beim Einsatz von KI setzt. Aus ihrer Sicht sind Nachvollziehbarkeit und Transparenz von Entscheidungen, insbesondere solche, die im Gesundheitsbereich getroffen werden, bedeutend.
In vielen Punkten folgt die DSV der EU-Kommission, denn für sie steht fest, dass der Einsatz von KI im Bereich der Sozialversicherung Chancen bietet. Gerade im Zusammenspiel mit einem europäischen Erfahrungsaustausch habe KI das Potenzial, die Gesundheitsversorgung zu verbessern.
Dennoch weist die DSV auf Anpassungen hin. Bislang nimmt das Weißbuch bei KI-gestützten Produkten und Systemen nur den Bereich des Verbraucherschutzes in den Blick. Die DGUV hat deswegen darauf hingewiesen, Arbeitnehmende gleichermaßen zu berücksichtigen. Auch sie würden die gleiche Achtung ihrer Rechte und Sicherheit erwarten.
Weiterhin schlägt die EU-Kommission vor, bei KI-Anwendungen zwischen solchen mit geringem und hohem Risiko zu unterscheiden. Aus Sicht der DGUV bieten sich mehrere Risikoklassen mit entsprechenden Kontrollmechanismen an. Für einen hohen Standard kommen auch freiwillige Gütesiegel bei KI-gestützten Produkten oder Systemen in Betracht.
Auf Grundlage der eingegangenen Beiträge wird die EU-Kommission nun Maßnahmen ergreifen, um die Entwicklung von vertrauenswürdiger und sicherer KI in den EU-Mitgliedstaaten zu unterstützen.

Web: www.dsv-europa.de