Liebe Leserinnen und Leser,

soziale Sicherheit – der Begriff ist nicht zuletzt durch Globalisierung und Digitalisierung zu einem Schlagwort unserer Zeit geworden, sowohl in Europa als auch international. Das hat seinen Grund: Sicherheit ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Beschäftigte weltweit wollen den Lebensunterhalt, die Existenz, für sich und ihre Familien sichern. Arbeitgeber wollen Rechtssicherheit und ihre Unternehmen nicht durch Unfälle gefährden. Regierungen wollen für sozialen Frieden sorgen. Die Antwort auf all diese Bedürfnisse: soziale Sicherheit durch gesunde und sichere Arbeitsplätze. Und ein Unfallversicherungssystem, das Arbeitgeber von der Haftung für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten befreit, Beschäftigte absichert und im Falle eines Falles Rehabilitation anbietet. Eine Win-Win-Situation für alle Seiten. Länder wie China und Bangladesch sind dabei, solche Systeme zu etablieren. Und das ist nur der Anfang. Jüngst haben sich die G20 zu dem 2015 von den G7-Ländern beschlossenen Vision Zero Fund bekannt. Mit ihm sollen der Arbeitsschutz in ärmeren Produktionsländern verbessert und die Arbeitsbedingungen in globalen Lieferketten nachhaltiger werden. Myanmar wird voraussichtlich als erstes Land mit Hilfe des Funds Elemente einer Unfallversicherung einführen. Ein erster, aber wichtiger Schritt, die Vision Zero Realität werden zu lassen.

Ihr

Dr. Joachim Breuer

Hauptgeschäftsführer der DGUV