In diesem Jahr feiert die Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) ihr 70-jähriges Bestehen. Bereits seit 1947 versteht sich die GVG als ein Forum, in dem Herausforderungen der sozialen Sicherung sowie Hintergründe und Ziele aktueller Reformvorhaben diskutiert werden. Und das sehr breit, denn in ihrer Mitgliederstruktur ist die GVG von einer interdisziplinären und sektorenübergreifenden Zusammensetzung geprägt.

Zahlreiche Institutionen im Bereich der sozialen Sicherheit sind in der GVG organisiert. So gehören beispielsweise die gesetzlichen Sozialversicherungen, die privaten Kranken-, Pflege- und Lebensversicherungen, berufsständische und betriebliche Einrichtungen der Alterssicherung, Leistungserbringer im Gesundheitswesen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände sowie Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft und weiterer gesellschaftlich relevanter Institutionen zu den Mitgliedern.

Die Mitglieder der GVG setzen sich gemeinschaftlich für die in den letzten Jahrzehnten errungenen Werte und ein funktionierendes System der sozialen Sicherung ein. Jüngst wurde auch der politische Dialog verstärkt, zum Beispiel mit dem neu gegründeten Wissenschaftlichen Beirat, dem GVG-Preis für Sozialpolitikforschung sowie Veranstaltungen zu wichtigen politischen Themen. Seit 2016 wurden zudem organisatorische Veränderungen vorgenommen, um die GVG für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten, wie zum Beispiel den sich verändernden Arbeitsverhältnissen oder der angestrebten stärkeren Vernetzung privat und öffentlich-rechtlich organisierter Akteure im Gesundheits- und Sozialsystem. „Innerhalb der GVG profitieren die Mitglieder von einer einmaligen Plattform, um die Herausforderungen für die Systeme der sozialen Sicherung wissenschaftlich fundiert, interdisziplinär und sektorübergreifend zu diskutieren – und die Ergebnisse dann im politischen Raum zu verankern“, so DGUV-Hauptgeschäftsführer und GVG-Vorstandsvorsitzender, Dr. Joachim Breuer.