Betriebe und Bildungseinrichtungen müssen Schutzmaßnahmen weiter umsetzen

Im Wochenrhythmus gibt es Lockerungen, immer mehr Bereiche des Lebens öffnen sich wieder. Aber an einen Normalzustand wie vor Corona ist noch nicht zu denken. Betriebe und Einrichtungen werden vermutlich noch eine längere Zeit veränderte Arbeitsschutzstandards umsetzen müssen, um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu gewährleisten. Dafür ist es wichtig, dass die Standards für alle gleich gelten.

Das Bild zeigt einen Kunden in einem Friseursalon. Er wartet auf seinen Haarschnitt. Er sowie die übrigen Kundinnen und Kunden tragen einen Mund-Nasen-Schutz.

Seit dem 4. Mai 2020 haben Friseurbetriebe wieder geöffnet. Seither gelten Auflagen zum Beispiel zur Hygiene oder zur Nutzung von Persönlicher Schutzausrüstung.

Trotz Pandemie sicher und gesund arbeiten – das ermöglicht der im April veröffentlichte einheitliche SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard. Er beschreibt grundlegende Rahmenbedingungen unter denen Unternehmen und Einrichtungen bundesweit ihre Arbeit unter dem Status der Pandemie wieder aufnehmen können. „Dieser gemeinsame Rahmen erhöht die Akzeptanz und damit die Aussicht die Virusinfektionen zu verringern“, betont Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Für die einzelnen Branchen haben die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die Standards konkretisiert und zentral verfügbar gemacht. Dr. Hussy: „Auch in Regionen, wo im Moment das Infektionsgeschehen sehr niedrig ist, gilt dieser Arbeitsschutzstandard weiter. Es ist im Interesse aller, dass das Infektionsgeschehen niedrig bleibt oder weiter sinkt, da die Situation sich jederzeit schnell ändern kann.“

Für mehr Verbindlichkeit erstellt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin derzeit gemeinsam mit den Arbeitsschutzausschüssen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales eine SARS-CoV-2-Arbeitsschutz-Regel. „Wir befürworten und begleiten dieses Vorhaben,“ betont Dr. Hussy, „denn es schafft mehr Klarheit und hilft Unternehmen bei der Umsetzung der Standards“. Die Regel soll in Kürze veröffentlicht werden.

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard ist auch Basis für Handlungshilfen im Bildungsbereich, die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen für die Kindertagesbetreuung, Schulen, Ausbildungsstätten und Hochschulen entwickelt haben. „Vor dem Hintergrund der föderalen Struktur und anderer Zuständigkeiten im Bildungsbereich haben diese Standards größere Handlungsspielräume“, erklärt Dr. Hussy. Das bedeutet, dass länderspezifische Regelungen der zuständigen Ministerien und Gesundheitsbehörden die Empfehlungen ergänzen. „Wenn Unternehmen und Einrichtungen unsicher sind und Fragen haben, können sie sich jederzeit an Ihre Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse wenden. Mehr denn je gilt: Arbeitsschutz ist Gesundheitsschutz!“, appelliert Dr. Hussy.

Web: www.dguv.de/corona

 

Stichwort

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