Die Initiative „Europäische Solidaritätskorps“ bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich für humanitäre und soziale Projekte in Europa zu engagieren. Wer sich für solch einen Einsatz interessiert, sollte sich vorab auch informieren, wie es um seinen Versicherungsschutz bestellt ist – denn die Regelungen in den einzelnen EU-Ländern sind unterschiedlich.

Seit Dezember 2016 können sich junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren zur Teilnahme am Europäischen Solidaritätskorps melden. Diese neue, von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ins Leben gerufene Initiative, bietet die Möglichkeit, für eine Dauer von zwei bis zwölf Monaten einen Hilfseinsatz in Krisensituationen zu leisten. Ziel ist es, jungen Menschen mit diesem Programm Europa durch Auslandserfahrungen näher zu bringen. Zudem soll so ermöglicht werden, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln, Sprachkompetenzen zu erweitern und sich interkulturelle Kontakte zu erschließen.

Junge Menschen, die sich für das Europäische Solidaritätskorps interessieren, sollten an ihre Absicherung für den Fall eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit denken. Hier ist es wichtig, im Vorfeld alle Formalitäten mit der Organisation oder dem Unternehmen, bei dem man den Einsatz durchführen möchte, abzuklären. In Deutschland greift im Rahmen einer Beschäftigung, eines Praktikums, einer ehrenamtlichen Tätigkeit sowie während der Ausbildung der Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung. Dieser kann auch bei einem Einsatz in einem anderen EU-Mitgliedstaat bestehen, etwa, wenn es sich um eine Entsendung im Sinne der europäischen Regelungen zur Koordinierung der Sozialen Sicherungssysteme handelt. Ist dies nicht der Fall, können die Regelungen des Mitgliedstaats gelten, in dem der Einsatz durchgeführt wird. Welche dies sind, sollte mit der jeweiligen Organisation geklärt werden – ebenso, um welche weiteren Versicherungen der Teilnehmer sich selbst kümmern sollte.

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