Das Bild zeigt ein Mädchen in einem Slum.
Ein soziales Sicherheitsnetz kann für Grundstabilität in den Herkunftsländern sorgen.

Die Studie „Soziale Sicherung als Alternative zur Migration“ der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und des Instituts für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn hat untersucht, wie die soziale Sicherheit in einem Land die Flucht- und Migrationsentscheidung beeinflusst. Die Studie belegt eindeutig, dass soziale Sicherung Migration sowohl fördern als auch hemmen kann. Insbesondere die Ausgestaltung und die Kapazität der sozialen Sicherungssysteme in den Herkunftsländern spielen eine wichtige Rolle. Der Zugang zu Sozial- und Gesundheitsleistungen, der Umfang und die Reichweite sozialer Sicherung sowie die Höhe entsprechender Staatsausgaben sind eng mit der Auswanderungsrate verknüpft. Die von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) initiierte und von der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung (GVG) unterstützte Studie empfiehlt daher „Soziale Sicherung“ als einen Kernbereich möglicher Maßnahmen in die Entwicklungspolitik strategisch einzubinden. „Soziale Sicherung kann langfristig dazu beitragen, Migration zu verhindern. Sie ist die Grundlage stabiler Gesellschaften, die wiederrum erst den Aufbau funktionierender Staaten ermöglichen“, sagt Dr. Gregor Kemper, Leiter des Bereichs Internationale Beziehungen der DGUV.

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