Das Bild zeigt Dr. Joachim Breuer, den Hauptgeschäftsführer der DGUV.

 

Liebe Leserinnen und Leser,

nichts ist so beständig wie die Veränderung – dieses Sprichwort passt gut in unsere heutige Zeit. Die Medienwelt überschlägt sich mit Berichten aus Silicon Valley und zahlreiche Start-ups versuchen am digitalen Markt ihre Nischen zu finden. Dabei blendet der Hype um die Digitalisierung eines oft aus: Fortschritt bedeutet nicht, dass sich die Gesellschaft neu erfinden muss. Viele politische, soziale und wirtschaftliche Errungenschaften haben sich bewährt. Sie müssen an die sich verändernden Bedingungen angepasst werden – das ja, aber sie müssen nicht grundsätzlich in Frage gestellt werden.
Das Berufskrankheitenrecht hat sich bewährt. Seit mehr als 90 Jahren werden in der gesetzlichen Unfallversicherung Berufskrankheiten entschädigt. In diesem knappen Jahrhundert hat sich das Berufskrankheitenrecht trotz zum Teil großen Veränderungen in der Arbeitswelt als eine stabile Grundlage für Prävention und Entschädigung erwiesen. Die Arbeitswelt wird sich weiter ändern und stellt auch das Berufskrankheitenrecht vor Herausforderungen. Mit dem „Weißbuch“ hat die gesetzliche Unfallversicherung Vorschläge für mehr Transparenz und Klarheit vorgelegt. Aber der „Kern“ – das Kausalitätsprinzip – ist nicht verhandelbar: Die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt die Haftung des Arbeitgebers für Gesundheitsschäden, die durch die Arbeit verursacht werden. Die Politik ist nun am Zug das Bewährte für die Zukunft fit zu machen.

Ihr

Dr. Joachim Breuer

Hauptgeschäftsführer der DGUV