Liebe Leserinnen und Leser,

im Jahr 2012 hat die gesetzliche Unfallversicherung ihren ersten Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf den Weg gebracht, im Jahr 2015 folgte der zweite. Vor wenigen Wochen haben wir bei der Abschlusstagung Bilanz gezogen: Haben wir unsere Ziele erreicht?
Wenn wir uns anschauen, wo wir vor gut fünf Jahren gestartet sind und wo wir heute stehen, dann kann ich nur sagen: Wir haben neue Maßstäbe gesetzt. Als erster Zweig der Sozialversicherung sind wir mit einem eigenen Aktionsplan vorangegangen. Die Unfallversicherung ist zu einem kompetenten Ansprechpartner in Sachen Inklusion geworden – und zwar sowohl national als auch international. Nicht zuletzt sind wir auch ein wichtiger Partner der Bundesregierung im Kontext des Nationalen Aktionsplans. Aber auch das gehört zur Bilanz: wir haben mit unseren Aktionsplänen noch nicht alle Bereiche der gesetzlichen Unfallversicherung in gleichem Maß erreicht. Bewusstseinsbildung braucht Beharrlichkeit, Geduld und Zeit. Es ist eine dauerhafte Aufgabe.
Das Wort „Inklusion“ mag neu sein, aber die Idee dahinter ist gerade für die Unfallversicherung sehr vertraut. Unser Ziel ist es seit jeher, Menschen so zu unterstützen, dass sie gemäß ihrer Fähigkeiten am Leben der Gesellschaft, bei der Arbeit und in der Bildung teilhaben können. Daran sollten wir uns erinnern, wenn jemand das Thema Inklusion als Randphänomen abkanzelt oder dessen überdrüssig ist.

Ihr

Dr. Joachim Breuer

Hauptgeschäftsführer der DGUV