Pakistan und Deutschland bekräftigen ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit. Dazu haben Vertreterinnen und Vertreter beider Seiten am 8. Oktober 2019 die sogenannte Dresdener Erklärung unterzeichnet. Im Fokus der Kooperation steht die Textil- und Bekleidungsindustrie. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung beteiligt sich an der Zusammenarbeit.

Rund ein Viertel aller Arbeitskräfte in Pakistan sind in der Textil- und Bekleidungsindustrie beschäftigt. Für sie sollen die Arbeitsbedingungen verbessert und so mehr Sicherheit und Gesundheit erreicht werden. Diese Ziele formuliert die so genannte Dresdener Erklärung, die am 8. Oktober 2019 von Vertretern der pakistanischen Regierung und Wirtschaft in Islamabad unterzeichnet wurde – im Beisein der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Ziel der Zusammenarbeit beider Länder ist die „Vision Zero“ – die Vision einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingter
Erkrankungen. Wie aus dem Dokument hervorgeht, soll der Vermeidung tödlicher und schwerer Arbeitsunfälle sowie Berufskrankheiten höchste Priorität eingeräumt werden. Hierfür wollen die Regierung und der private Sektor in Pakistan stärker zusammenarbeiten und eine Kultur der Prävention aufbauen, so der pakistanische Wirtschaftsminister Abdul Razak Dawood.

Die Erklärung ist das Ergebnis eines von der GIZ organisierten Studienaufenthaltes von pakistanischen Großunternehmen
und Regierungsbeamten in Deutschland. Die DGUV unterstützt die Aufenthalte in Form von Weiterbildungsprogrammen
im Bereich Prävention. Die Dialoge sind Teil des von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Programms für sichere Lieferketten in der Textilindustrie.

Web: www.dguv.de > Webcode: dp1317523