Liebe Leserinnen und Leser,

das Thema Berufskrankheiten ist hochkomplex, fachlich anspruchsvoll und zudem häufig emotional besetzt. Umso wichtiger ist es, umfassend dazu zu informieren und aufzuklären. Denn die Festlegung, was als Berufskrankheit gilt, ist ein schwieriger Prozess, der von ausgewiesenen Fachleuten vorgenommen wird – ebenso wie ihre Feststellung im Falle der Erkrankung eines Versicherten. Daher begrüßen wir, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) kürzlich die Namen der Mitglieder des Ärztlichen Sachverständigenbeirats „Berufskrankheiten“ (ÄSVB) für die neue fünfjährige Beratungsperiode 2016 bis 2021 veröffentlicht hat. Ebenso pflichten wir Staatssekretärin Yasmin Fahimi bei, die den Beirat als einen „Garant für die Fortentwicklung des deutschen Berufskrankheitenrechts“ ausdrücklich gewürdigt hat. Denn dieser Beirat spielt eine ganz entscheidende Rolle bei der Bewertung, ob Erkrankungen als Berufskrankheiten anerkannt werden können. Umso mehr freuen wir uns, dass der Vorsitzende des ÄSVB, Professor Ernst Hallier, in einem Interview für diese Ausgabe umfassend Auskunft zu den Aufgaben aber ebenso den Problemen der Arbeit des Beirates gegeben hat. Denn auch das kann zu einem besseren Verständnis des schwierigen Themas insgesamt beitragen.

Ihr

Dr. Joachim Breuer

Hauptgeschäftsführer der DGUV