Unternehmen sind gut informiert – richtiges Lüften rückt in den Mittelpunkt

Unternehmen und Einrichtungen fühlen sich gut informiert und aufgestellt, wenn es um die Arbeitsschutzregelungen zu COVID-19 geht. Das bestätigt eine Umfrage der DGUV vom Juli 2020. Mit dem Herbst und Winter wird sich die Situation der Pandemie nochmal verändern: Erkältungswellen werden kommen, die Menschen halten sich verstärkt in Innenräumen auf und auch eine gewisse „Müdigkeit“ gegenüber dem Infektionsschutz kann sich einstellen. Das Thema Lüften rückt in den Fokus der Prävention.

Das Bild zeigt eine Grafik mit einem Balkendiagramm und Viruszellen im Hintergrund.

Eine Umfrage unter 512 Unternehmensleitungen zeigt: 71 Prozent fühlen sich sehr gut oder überwiegend gut informiert. Auch die Umsetzung der Arbeitsschutzregelungen zu COVID-19 schätzen 71 Prozent als sehr oder überwiegend gut ein.

Die Mehrheit der Unternehmen und Einrichtungen (71 Prozent) fühlen sich über die Arbeitsschutzstandards zu COVID-19 gut oder sehr gut informiert. Das bestätigt eine im Juli 2020 durchgeführte Umfrage der DGUV zum Thema „Sicherheit und Gesundheit in Unternehmen und Einrichtungen“. „Das Ergebnis der Umfrage ist ein wichtiger Indikator dafür, dass unsere Informationsangebote für Unternehmen genau richtig waren. FAQ-Listen, Infoblätter und vor allem die branchenspezifischen Handlungshilfen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen haben dazu beigetragen“, betont Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der DGUV. Auch die Präventionskampagne der Unfallversicherungsträger kommmitmensch hat sich schnell auf die neuen Herausforderungen eingestellt. Mit der Plakatserie zu Hygienemaßnahmen „Arbeitsschutz ist Gesundheitsschutz“, unterstützt die Kampagne das Anliegen, das Infektionsrisiko an Arbeitsplätzen zu verringern. Eine Befragung unter 1.545 Unternehmensleitungen, Führungskräften und Beschäftigten zeigt, dass ein Drittel aller Befragten sich erinnern kann, das Motiv gesehen zu haben; bei der Hauptzielgruppe Unternehmensleitungen sind es sogar 45 Prozent.
„Mit dem Verlauf der Pandemie verändern sich die Schwerpunkte“, erläutert Dr. Hussy. „Jetzt arbeiten wir daran, wie wir die Betriebe und Einrichtungen unterstützen können, das Infektionsrisiko in Innenräumen durch sachgerechte Lüftungsmaßnahmen soweit wie möglich zu reduzieren.“ Regelmäßiges Lüften fördert die Luftqualität, da in geschlossenen Räumen die Anzahl von Krankheitserregern in der Raumluft steigen kann. Eine Empfehlung zum Lüftungsverhalten an Innenraumarbeitsplätzen wurde kürzlich von der DGUV veröffentlicht. Sie ergänzt die ebenfalls kürzlich herausgegebene Empfehlung der Bundesregierung „Infektionsschutzgerechtes Lüften“. Auch die CO2-App des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV unterstützt einfach und effektiv, die optimale Frequenz und Zeitpunkte für das Lüften zu ermitteln (siehe Stichwort).
AHAL – so lautet nun die ergänzte Formel – Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen (Mund-Nase-Bedeckungen) und lüften. Bei konsequenter Anwendung tragen diese Maßnahmen dazu bei, das Infektionsrisiko zu verringern. „Je besser und klarer die Informationen sind, umso größer ist die Bereitschaft der Menschen, die Regelungen solidarisch mitzutragen. Das geht am besten im Konsens, mit Beteiligung und guter Kommunikation“, bekräftigt Dr. Hussy

Publikation > „SARS-CoV-2: Empfehlungen zum Lüftungsverhalten an Innenraumarbeitsplätzen“
Web: www.dguv.de > Webcode: p021576

 

Stichwort

CO2-App

Mit der kostenlosen App vom Institut für Arbeitsschutz der DGUV lässt sich die CO2-Konzentration in Räumen berechnen. Die App ermittelt die optimale Zeit und Frequenz zur Lüftung von Büros, Seminar- oder Klassenräumen. Ein integrierter Timer erinnert an die nächste Lüftung.
Web: www.dguv.de > Webcode: d1182599